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Dienstag, 20. Oktober 2009

palmleafs 3

hier noch einmal die adresse der palmblattbibliothek in chennai. ich rate davon ab, diesen reader zu besuchen, wie vorgängig beschrieben. es steht dir natürlich frei, deine eigenen erfahrungen zu machen.
arulalar r. rajendhran, chief nadi astrologer
sri vaithiswara agasthiya koushiha vakkiya nadi jothida nilayam; new 46, old no. 16, mandapam road, 1st street, kilpauk garden, chennai - 10, nadirajendran@yahoo.co.in (near regina hospital), tel 65640503, 26452613
von chetput train station walk direction east 100m, cross the streat and wait for bus nr. 47A, check map to know where to go out

google map

links zu palmblattbibliothek in indien:
blogs: briggsy - shashikant oak
adresses: all bangalore: gunjur sachidananda murthy
gästebücher: olafschreiber

Dienstag, 13. Oktober 2009

neue bilder

HUMAN©2009•1000fuss

palmblattbibliothek 2

vor zwei tagen war ich also wieder in der palmblattbibliothek in chennai. ich muss vorausschicken, dass ich die adresse im netz fand und der deutsche sehr begeistert war von diesem nadi-reading. ich war das eher nicht.
zuerst wurden wir in ein separates zimmer geführt, wo zwei tamilen eine übersetzung machten. also einer übersetzte von sanskrit in tamil. zwischendurch fragten sie immer wieder, von wo wir kommen, ob wir schon gegessen haben und was sowie ob wir schon lange in indien sind.
danach gingen sie und liessen uns alleine im zimmer. bei einer rauchpause bemerkte ich, dass alle oben miteinander sprachen. nach einer viertelstunde kam der bruder des einen und sprach perfekt englisch. er führte mich in ein anderes zimmer, wollte nur mit mir allein sein und erlaubte keine aufnahme. das hat mich etwas stutzig gemacht. warum denn? er las im palmblatt in singsangton und fragte mich anschliessend verschiedene dinge. ist der name deines vaters john. ich solle nur mit ja und nein antworten. hast du mehr als 3 geschwister, ist dein beruf beim goverment und so weiter.
stutzig wurde ich, als er immer genauer fragte. zum beispiel war zuerst nur die frage nach mehr als 2 geschwister, dann die frage nach einer schwester, dann kam ein palmblatt mit 3 brüdern und als ich dies verneinte, waren es zwei brüder. auch mit dem namen meiner mutter und meines vaters wurde ähnlich verfahren. erst mal den anfangsbuchstaben herausfinden, dann sagte er wie zufällig sa, si, so, se und als ich verneinte wusste er, su. ein name mit su und 4 buchstaben, etwas weiteres, was er herausgefunden hatte, ist nicht schwer zu finden, wenn man weiss, aus welchem land ich komme.
alles in allem ein geschickter schwindler. zumindest zu 90 prozent. aber ein sehr aufmerksamer. als er sah, dass ich skeptisch wurde, fragte er nach, ob ich journalist sei. ich verneinte. vielleicht ist bloggen ja die neue art von journalismus. zumindest war er so gnädig, am ende mir zu überlassen, wieviel rupies ich ihm gebe.
ich habe eine karte, möchte die aber hier und jetzt noch nicht veröffentlichen.
wer mich kontaktieren will, soll es mit einem kommentar versuchen.

eines hat mir die suche nach meinen leben gelernt. ich habe viel nachgedacht. mein freund und ich haben vor, nach goa zu gehen. und ist es nicht so, dass wir jetzt, wo wir beide noch nie in goa waren, ein bild von goa haben. vom internet, google, von personen, die über goa erzählten. aber erst wenn wir da sind, werden wir selber erfahren wie goa wirklich ist. und nicht mal das. wir werden erstens nur einen kleinen teil von goa sehen und zweitens werden wir auch zeitlich begrenzt goa kennenlernen. es ist ähnlich wie vor dem leben. der einzige grund, geboren werden zu wollen ist, dass wir die bilder, also das buch des lebens, das wir schon alle kennen, selber erfahren wollen. wir wollen mit haut und haaren da sein. auf dieser materiellen welt. weil das bild, das wir von der welt haben, ist nicht das gleiche wie wirklich da sein. und dazu ist es nötig, das, was wir schon wissen, also das schon geschriebene buch des lebens erst mal zu vergessen. damit wir wirklich leben.
so gesehen ist leben nur eine repetition eines scripts. nun erfahren wir wirk-lich, wie es sich anfühlt zu lieben, zu hassen, hunger zu haben. und so gesehen ist es auch nicht so wahnsinnig wichtig, ob wir heute oder morgen sterben. sterben werden wir sowieso und wir werden es zu der stunde, die schon im buch steht.
aber dann gilt es, in vollen zügen zu leben, zu s1. zu geniessen.
noch eine andere sache. ich habe auch über gut und böse nachgedacht. eine mich vielbeschäftigende frage. zum beispiel warum jesus, gandhi, martin luther king ermordet wurden, wo sie doch nur gutes wollten und lebten. und ob es denn so ist, dass gute menschen das böse im aussen antreffen. ob rein gute menschen im innen nichts böses haben und deshalb das böse im aussen antreffen? eine antwort habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. aber heute erschien es mir mehr als logisch, dass das gute und böse gleichmässig verteilt ist. also es gibt nur so und so viel gutes und böses. und wenn das so ist, dann braucht es eben auch böse menschen. naja wie auch immer. das ist schwierig mit worten zu erklären. ich werde weitermeditieren. vielleicht brauchen ja auch die lichtmenschen energie. und sie versuchen, dass wir an sie denken, damit sie lichtenergie für sich haben (manchmal bin ich froh um so schwarze gedanken, dann brauche ich das schwarz nicht von aussen).
so und jetzt muss ich noch den Blocher auf meiner homeSeite hochladen. es ist zeit.

google map chennai

mal sehen wie das funktioniert:


india, chennai (madras) auf einer größeren Karte anzeigen

huch geil, da kann man sogar hier im bild auf satellit gehen... jetzt kennt ihr meinen teestall, mein guesthouse und mein favorisiertes restaurant, smile.

und hier noch ein kleines bild von meinem liebsten teestall in chennai, direkt an der kreuzung. wenn du mal in chennai bist, einfach auf karte oben klicken und calcutta tee stall suchen.

Samstag, 10. Oktober 2009

witerchoo

reisen in indien ist ein thema für sich. wir versuchten ein zugsticket von trichy nach pondicherry zu kaufen. nach einem infoschalter, der nur ungehalten auskunft gibt und uns zum anderen schalter schickt, wo wir kein ticket erhalten. wir werden weitergeschickt, aus dem gebäude hinaus rechterhand in das reservierungstickethaus. brav füllen wir die für diese art ticket benötigten daten aus. sitzen in kolonne, das heisst, alle 2 minuten aufstehen und platz wechseln, inder sitzen nicht alle in kolonne, immer mal wieder drängt sich einer vor, erhalten wir nach viertelstündigem warten die auskunft, dass es kein reservierungsticket nach pondicherry gibt für die nächsten sechs tage. wir versuchen es um 11 uhr abends wieder, dann hat es fast keine inder am ticketschalter, und erhalten folgende auskunft. wir können ein "openticket" kaufen, was soviel heisst wie dass wir keinen reservierten sitz haben, aber dafür einen tag lang jeden zug nehmen können, der nach der gewünschten destination fährt. super, das machen wir, auch mit dem risiko, aussen am zug zu hängen, smile.

aber nun müssen wir noch eine stunde warten. die lady am schalter kann uns das ticket erst um mitternacht geben, wenn des datum im computer gewechselt hat. in pondycherry kann man opentickets drei tage im voraus buchen. also dies sollte keine regel sein die immer gilt. am nächsten morgen fahren wir mit dem zweiten zug. er kommt chronisch verspätet an, aber nur wenn man in schweizer pünktlichkeit denkt. und ist schon übervoll. wir können uns einen platz in der nähe der türe ergattern und ich sitze auf meinem tramper. eine der wenigen momente, wo ich froh bin, einen so grossen tramper zu haben. auf der zugsfahrt ist alles möglich. von tee bis essen kriegst du für ein paar rupies alles, was aber bedeutet, dass ich an jedem bahnhof aufstehen muss, um die inder und verkäufer durchzulassen, die rein und raus wollen.
regeln für die zugsfahrt:
1. es gibt zwei arten von tickets. reservationtickets die man übers internet oder am reservation schalter kriegt und opentickets, die für alle züge des tages gültig sind.
2. du musst unbedingt die zugsnummern kennen, sonst bist du aufgeschmissen wenn du ein ticket kaufen willst. wikipedia und die stadt des abfahrtsbahnhofes öffnen hat sich als gute möglichkeit erwiesen.
3. geduld und nochmals geduld sind die besten helfer auf der suche nach dem richtigen schalter (da sind immer drei inder, die es besonders pressant haben). und kaufe dein ticket so früh wie möglich.

bilder (von obennachunten):
-zugstickets inklusive smartcard von chennai, die du besser nicht kaufst, weil nur an ausgewählten bahnhöfen ein terminal ist
-traintable der s-bahn von chennai fort
-perron mit arbeitern in chennai port
-ladies wagon der s-bahn, ja das gibts hier
-wirrwarr von haltebügeln und ventilatoren an der decke der s-bahn
-nothalteziehleine
-surfen bei offenen türen, auch in den normalen zügen üblich
-abteil der s-bahn


und hier ein tondokument in der sbahn von chetput / egmore / port / umsteigen in fort /chindadripet / chepauk

Freitag, 9. Oktober 2009

sotöntsinchennai

seit 3 jahren träum ich davon. das huuphuup und geschnatter der menschen in asien aufzunehmen. nun mach ich meine ersten versuche. aufwachen um 5:15 mit allah. die folgende aufnahme ist zwar vom abend. aber auch am morgen wird ganz schön geBallaht.

und während ich frühmorgens einen tee trinke an der kreuzung tönt das etwa so:
das geknatter am anfang ist vom öffnen der rolltüre neben dem teeshop. leider sind wir nicht mehr in trichy. dort war es am abend einfach traumhaft mit dem huphup.

es regnet

es regnet. nach tagelanger hitze regnet es. ich brauche keinen schirm. es ist toll, nass zu werden, nach diesem brösel aus der dusche heute morgen... schnell ein limca gekauft, geschaut ob es im guesthouse hereinregnet. nein, tut es nicht. und noch so viele ideen im kopf (die katze miaute schon wieder und ich habe ihr immer noch keine leber gekauft). also gut. erst mal bilder vom guesthouse hochladen. erst mal die unschönen, die man überall findet. diese null8fünfzehnhotels mit schwarzen scheiben und aircon.
wiegesagt trafen wir dann eben auf broadlands. mit katze die 3 junge hat, einem superinnenhof und grünblaugestrichenen fensterläden. natürlich, nachdem die putzfrauen gesehen haben, dass ich selber wäsche wasche, ist der kübel verschwunden. und gestern hat erst der venti gestreikt und dann das wasser. aber das ist indien. ich fühle mich trotzdem wie zuhause hier. mit aussicht auf moschee und wakeup at 5:15. doch dazu später...

dieser innenhof. einfach traumhaft. was dieses haus wohl früher gewesen sein mag? also so ein ding wär ja schon toll zu kaufen. aber lieber in kühleren gegenden...

palmblattbibliothek gesucht

tja, manchmal ist es nicht ganz einfach hier in indien. ich hatte die adresse einer palmblattbibliothek in chennai (ex-madras) und googelte die adresse. nur eine angabe der mandapam road mit zwei nummern new nor. 46, old no. 16. huch, das ist in der nähe der "s-bahn" station kotturpuram. hatten wir dieses mal glück? wir fuhren mit der bahn, deren türen immer offenstehen und in der die jungs surfen spielen nach kotturpuram. meine handgezeichnete karte in der hand suchte ich die strasse. dort angekommen war das strassenschild mit kleidern verdeckt. frauenkleidern. also unanständiges lüpfen der kleider und ich sah: lake view road. war wohl doch falsch. nach einigem nachfragen hier und da und ablaufen der ganzen strasse endete ich wieder in der mitte der strasse. nach der nummer 45 kam die nummer 47. na klar. die haben hier immer zwei nummern, eine alte und eine neue, zwei strassennamen die nicht übereinstimmen. ist ja klar in einer stadt, die madras hiess und jetzt chennai. alle versicherten mir, hier sei die mandapam road. aber eine nummer 46 war nicht zu finden. nach weiterem vergebenem suchen holte ein mann in den 60ern sein mobile und telefonierte die angegebene nummer. mein indisch ist gleich null. er spricht tamilisch und da bin ich unter null. aber am ende begreife ich, dass die gesuchte mandapam road in der nähe von kilpauk garden sein muss. in einem ganz anderen stadtteil.
mein freund ist ganz ruhig. lässt mich machen. ich bin ihm dankbar. es ist manchmal nicht ganz einfach, er spiegelt mich in vielen dingen. ich bin in indien und will nicht mehr alles so organisiert planen. er aber schon. übernimmt mein schublädliplandenken. aber er bleibt stoisch.
wir fahren mit der s-bahn nach chetput. laufen mal los richtung kilpauk garden. ein internetcafe ist nicht zu finden, also versuchen wir es mit einer motorrikscha. wir kommen in der strasse an. nach dem vergeblichen suchen vorhin, lasse ich nicht locker, bis wir die nummer 46 haben. der fahrer fragt andere rikschafahrer. sie meinen, das sei in der anderen mandapamstreet. wir fahren wieder 50 meter zurück. dort meint ein anderer inder, nein, wir seien in der 2nd street. das gesuchte sei in der 1st street. tja also fahren wir die 50 meter wieder zurück. indien halt. endlich halten wir vor dem gesuchten haus. später google ich die road mit kiilpauk garden. jetzt kann google finden, was ich suche. aber google hat einen falschen eintrag. die 1nd street ist in google mit 2nd street angegeben. naja google braucht wohl jahre, um die verschiedenen namen und nummern und streets richtig anzugeben...
ich muss einen fingerabdruck und mein geburtsdatum angeben. dann suchen sie nach meinem palmleaf. nach 10minütigem warten erhalte ich die nachricht, dass kein palmleaf für mich da ist. am sonntag besteht noch eine möglichkeit, dann werden neue palmleafs hervorgenommen. dann darf ichs wieder versuchen. diesmal werd ich erst telefonieren und dann gleich mit dem bus 47a von chetput, das jetzt chetpet heisst nach kilpauk fahren. oder heisst es kilpark?
hier die adresse. ohne email, denn dieses funktioniert natürlich nicht mehr...
arulalar r. rajendran
new no. 46, old no. 16, mandapam road, 1st street,
kilpauk garden, chennai 600010
phone 26479463, 65640503, 26452613
8ung! nicht googeln. oder sicher gehen, dass du in der nähe von kilpauk garden bist.
train to chetput, bus no. 47A to kilpauk

Dienstag, 6. Oktober 2009

chennai

HUMAN©2009•1000fuss
wir sind in chennai angekommen. der hauptstadt von tamil nadu, dem südlichsten bundesstaat von indien. wir haben ein einmaliges guesthouse gefunden. alter französischer stil. das heisst nach stundenlangem umherfragen in der nähe des bahnhofes egmore sah mir ein motorrikschafahrer an, dass ich genug hatte. alle schönen guesthouses mit balkon waren für inder reserviert und so kamen nur die superteuren aircon oder die superdreckigen absteigen in frage. ohne mich. ich suche ein guesthouse mit balkon, wo ich auf einen markt sehen kann, meine ich. er zeigt mir ein paar märkte auf der karte von chennai, die lawrence vorsorglich schon in trichy ergattert hat. wir entscheiden uns für den markt in der nähe von parthasarathy temple. das liegt auf dem weg zu dem palmleafort, den ich besuchen will. der fahrer will mir auf dem weg unbedingt ein paar hotels zeigen. beim ersten wink ich ab. schwarze fenster. die übliche art, hier mit aircon bedient zu werden. warum schiessen diese uncharakterlichen hotels nur wie pilze aus dem boden? er meint ich soll es mir ansehen. ich winke ab. niemals. ein paar meter weiter ein weiteres guesthouse. beim anblick des eingangs ahne ich unglaubliches. als ich die zimmer besichtige, weiss ich, dass ich auf eine trouvaille gestossen bin. mein gott. danke. der fahrer erhält 100 rupie statt der verlangten 50. das ist wirklich schön. überzeuge dich selber. piclink obenstehend. ach ja, da sind natürlich auch noch andere bilder drin von indien, smile. adresse hier: broadlands, lodging house since 1951 18, vallabha agraharam street, triplicane (opp. star cinema) chennai - 600005; broadlandshotel@yahoo.com; 91-044-2854 5573 and ... 8131.